Der Mythos von der ständigen Google Algorithmus-Änderung

Es gibt einen Mythos bezüglich Google, der wohl fast so alt ist wie die Suchmaschine selbst.

Der Mythos ist extrem weit verbreitet und doch nur zu einem geringen Teil wahr.

Also ist es höchste Zeit, damit aufzuräumen.

Kennen Sie den Mythos? – Er lautet etwa wie folgt:

“Google ändert dauernd seinen Such-Algorithmus. Deshalb muss ich mich als Website-Betreiber ständig den Änderungen anpassen, um dauerhaft vorne gefunden zu werden.”

Das stimmt so nicht! Hier erfahren Sie, warum.

 

Google-Mitarbeiter bei der Anpassung des Algorithmus. Quelle: http://www.flickr.com/photos/cushinglibrary/

Google-Mitarbeiter bei der Anpassung des Algorithmus.
(Quelle: http://www.flickr.com/photos/cushinglibrary/)

 

Der wahre Teil des Mythos

Es stimmt, dass Google laufend Anpassungen an seinem Algorithmus vornimmt.

Meist sind dies kleinere Anpassungen. Sie wirken sich nur auf wenige Websites und in geringem Umfang aus.

Es stimmt auch, dass Google von Zeit zu Zeit umfassendere Algorithmus-Änderungen umsetzt.

Diese wirken sich dann auf eine größere Zahl an Websites aus.

Beispiele hierfür sind das Florida-Update, das Panda-Update und das Penguin-Update.

Das große Missverständnis

Was nicht stimmt – und hiermit möchte ich ein für alle mal aufräumen – ist, dass sich die grundlegenden Arbeitsweisen von Google ständig ändern.

Sie müssen auch nicht ständig Ihre Vorgehensweisen anpassen, um erfolgreich zu sein.

An den kleineren Rädchen der Google-Maschine wird ständig geschraubt. Die großen Bauteile haben aber langfristig Bestand.

Sie wurden bereits seit vielen Jahren nicht grundlegend geändert. Auch ihr Bestand in die Zukunft scheint gesichert.

Welche Faktoren haben langfristig Bestand?

Content: Wenn Sie auf Ihrer Website umfassende und hilfreiche Inhalte veröffentlichen, dann geben Sie Google genau das, was Google will.

Keyword-Optimierung: Wenn Sie Ihre wertvollen Inhalte gezielt auf Keywords optimieren, dann machen Sie es Google einfacher, zu erkennen für welche Suchbegriffe sie relevant sind.

Interne Verlinkung: Anhand der internen Verlinkung auf Ihrer Website erkennt Google, was aus Ihrer Sicht relevant ist. Diese Wertung bezieht Google in seine eigene Messung der Relevanz mit ein.

Externe Verlinkung: Links von anderen themenrelevanten und guten Websites sind für Google immer noch ein entscheidender Ranking-Faktor. Die Anforderungen an die Qualität der Links ändern sich.

Warum haben die grundlegenden Mechanismen Bestand?

Google will zu jeder Suchanfrage die hilfreichsten Ergebnisse für seine Nutzer liefern.

Denn nur, wenn Google diesen Job gut macht, dann nutzen wir alle Google und klicken ab und an auf die bezahlten AdWords-Anzeigen.

Nur dann verdient Google weiterhin Waggonladungen an Geld.

Die grundlegenden Faktoren, anhand derer sich die Relevanz feststellen lässt, ändern sich nicht von heute auf morgen.

Entsprechend KANN sich auch nicht der Kern des Google Ranking-Algorithmus ständig ändern.

Viele der Algorithmus-Änderungen zielen nur darauf ab, den eigentlichen Kern – die relevantesten und hilfreichsten Inhalte zu einem Suchbegriff – besser zu erkennen. Es sind somit oberflächliche Änderungen.

Wenn Sie jedoch bereits im Kern das liefern was Google will, dann müssen Sie sich um die oberflächlichen Punkte nicht mehr kümmern. Sie nehmen diese automatisch mit.

Ein Beispiel hierzu …

Angenommen, Google bezieht die Verweildauer und Absprungraten von Website-Besuchern als Relevanz-Kriterium mit ein (welches durchaus wahrscheinlich ist).

Eine lange Verweildauer und geringe Absprungrate wären Zeichen für hohe Relevanz.

Wenn die Besucher in Scharen von einer Webseite flüchten, dann wäre dies ein Zeichen für das Gegenteil.

Wenn Sie nun von Haus aus umfassende und hilfreiche Inhalte bereitstellen, dann müssen Sie sich gar nicht darum kümmern, wie Google das Kriterium “Verweildauer” oder “Absprungrate” gewichtet. Die Besucher bleiben automatisch länger auf Ihrer Seite und springen weniger ab. Sie erfüllen den Ranking-Faktor automatisch.

Nun, entsprechend gilt dies für viele weitere kleine Algorithmus-Änderungen.

Warum steht Wikipedia immer vorne?

Nehmen wir das Beispiel Wikipedia.

Die Beiträge auf Wikipedia stehen seit Jahren bei den am stärksten umkämpften Keywords ganz vorne in den Google-Ergebnissen.

Glauben Sie, dass die Wikipedia-Website ständig angepasst wird, um dem “neuen Google-Algorithmus” zu entsprechen? – Sicher nicht.

Warum steht Wikipedia dann trotz ständiger Algorithmus-Änderungen von Google vorne?

Weil Wikipedia den grundlegenden Anforderungen von Google entspricht und sich deshalb nicht um die oberflächlichen Algorithmus-Änderungen kümmern muss.

Wikipedia-Inhalte sind umfassend, hochwertig, relevant und meist sehr gut verlinkt.

Was Sie für Ihre Website davon lernen können

Wenn Sie sich an den oben genannten, grundlegenden Relevanz-Faktoren von Google orientieren, dann können Sie die kleineren Änderungen ungesehen an sich vorbei ziehen lassen.

Sie bewegen sich dann auf der strategischen Ebene und überlassen die taktischen Spielchen anderen.

Sie müssen sich keine Gedanken mehr über Algorithmus-Änderungen machen.

Auch die Sorge, ob Ihre mühsam erreichten Top-Positionen in Google auch morgen noch da sind, ist verflogen.

Fazit

Es stimmt, dass der Google-Algorithmus laufend weiterentwickelt wird.

Es stimmt nicht, dass sich der grundlegende Ranking-Mechanismus laufend ändert.

Es stimmt nicht, dass Sie Ihre SEO-Vorgehensweise laufend anpassen müssen.

Orientieren Sie sich an den Grundprinzipien. Diese haben langfristig Bestand.

Die Prinzipien sind: umfassender und hilfreicher Content, Keyword-Optimierung und gute Links.

 

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Über den Autor

Ulf Marx ist Gründer und Geschäftsführer der effectiveTraffic GmbH. Seit 1999 verhilft er Markenunternehmen zu mehr Website-Traffic und Erfolg. Seine Erfahrungen teilt er als Autor auf dieser Website und in zahlreichen Veröffentlichungen.